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Die 7 besten Tipps für das Bohren in Fliesen

Da man mit einem Akkubohrschrauber, wie der Name schon sagt, auch das eine oder andere Loch bohren kann, sollen an dieser Stelle ein paar ganz spezielle Tipps für das Bohren in Fliesen an die Hand gegeben werden. Wahrscheinlich kennt jeder die Problematik des Fliesenbohrens und hat sich bis jetzt vielleicht sogar komplett vor dieser Aufgabe gescheut. Doch mit dem richtigen Wissen ist auch diese Hürde zu meistern. Daher wurden in diesem Artikel insgesamt 7 Tipps zusammengestellt die dem geneigten Handwerker eine möglichst gute Hilfestellung geben sollen.

1. Markieren der Bohrstelle

Besonders wichtig für das Bohren in Fliesen ist ein sauberer Bohransatz. Der Bohrer darf beim Bohren nicht verrutschen, da dies die Fliese zerkratzen oder sogar zerbrechen könnte. Daher muss die Bohrstelle möglichst gut markiert sein und dem Bohrer einen guten Halt geben. Dies kann man auf unterschiedliche Weise lösen.

Viele empfehlen den Einsatz eines Körners. Dieser ist auch grundsätzlich gut geeignet, um eine kleine Kerbe als Bohransatz zu erzeugen, allerdings bedarf es beim Einsatz eines gewissen Fingerspitzengefühls. Der Körner ist auf die gewünschte Bohrstelle aufzusetzen und mit einem oder mehrerer kleiner Schläge eine kleine Kerbe in den Fliesenlack zu klopfen. Schlägt man jedoch zu kräftig auf den Körner, kann die Fliese leicht springen. Daher ist hier Vorsicht geboten. Einen Körner kann man bereits für ein paar Euro bei Amazon bestellen.

Anstelle eines Körners kann man auch direkt mit dem Bohrer bei niedriger Drehzahl und wenig Druck den Fliesenlack etwas anrauhen. Hierzu kann man zunächst einen kleineren Bohrer verwenden, als man nachher fürs eigentliche Dübelloch benötigt. Man kann sich auch etwas mehr Aufwand machen und zunächst durch eine Holzlatte bohren, diese wiederum mit dem Loch auf die gewünschte Bohrstelle auf die Fliese legen und diese Latte als Bohrerfixierung verwenden, bis die Bohrstelle markiert ist.

Ganz einfache Alternativen sind hier etwa ein Nagel, mit dem man vorsichtig die Glasur von der Fliese kratzt, oder etwas Klebe- bzw. Kreppband, das man auf die Fliese klebt um hierdurch etwas Halt für den Bohrer zu gewinnen.

2. Der richtige Bohrer

Wichtig ist natürlich die Wahl des richtigen Bohrers. Hier lassen sich überall Empfehlungen für die Verwendung von Metallbohrern finden. Obwohl dies speziell und ausgefallen klingt, ist ein besonderer Nutzen hierfür nicht erkennbar. Im Gegenteil, ein guter Steinbohrer verrichtet hier seine Arbeit deutlich besser als ein Metallbohrer. Zumal man so auch ohne Bohrerwechsel auskommt, wenn man die Fliese erst einmal durchbohrt hat und nun ein Loch ins Mauerwerk bohren möchte.

3. Bohren ohne Schlag

Beim Bohren einer Fliese ist es von größter Wichtigkeit, dieses ohne Schlag- bzw. Hammereinstellung zu tun. Da diese Funktion bei den meisten Akkubohrschraubern ohnehin nicht vorhanden ist, sollte dies kein Problem sein, der Vollständigkeit halber muss es hier aber erwähnt werden. Benutzt man also einen Schlagborer oder Bohrhammer ist dieser auf “einfaches Bohren” einzustellen, da die Fliese sonst zu großen Erschütterungen ausgesetzt ist und zerbricht.

4. Hohe Drehzahl und wenig Druck

Ist die Markierung einmal in die Glasur der Fliese eingebracht (vgl. Punkt 1.), ist mit hohen Drehzahlen und wenig Druck zu arbeiten. Dadurch ist gewährleistet, dass die Fliese durch den Bohrer auch wirklich abgetragen und nicht durch zu großen Druck beschädigt wird.

5. Umkleben der Bohrstelle

Um weiteren Schaden an der Fliesenglasur zu vermeiden, kann man die Bohrstelle mit etwas Kreppband oder Tesafilm abkleben, sofern man dies nicht bereits zum Markieren der Bohrstelle gemacht hat (vgl. Punkt 1.).

6. Bohrer im Wasserbad kühlen

Sollte sich die Fliese beim Durchbohren als äußerst widerwillig herausstellen, kann man den Bohrer bei Bedarf von Zeit zu Zeit im Wasserbad abkühlen. Das verhindert thermische Spannungen in der Fliese. Dies sollte aber eigentlich nur in besonders hartnäckigen Fällen nötig sein. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte diesen Tipp jedoch im Hinterkopf behalten.

7. Bohren des Mauerwerks

Ist die Fliese schließlich durchbohrt, steht nur noch das Mauerwerk dem Dübelloch im Weg. Wir erinnern uns: Der Bohrer ist auf einfaches Bohren gestellt, wir arbeiten mit hoher Drehzahl und wenig Druck. Da wir die Fliese nun durchbohrt haben und direkt auf Mauerwerk drücken, kann der Druck nun auf das übliche Maß erhöht werden. Grundsätzlich kann auch auf die Schlag- bzw. Hammerfunktion umgestellt werden. Da jedoch immer ein Restrisiko besteht, die Fliese hierdurch auch jetzt noch zu beschädigen, liegt diese Entscheidung bei Ihnen und Ihrem Geschick.

Mit diesen Tipps wünschen wir allzeit gutes Bohren!


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